Montag, 5. Januar 2009

Wunschträume

Wenn man auf Arbeit sitzt und um die Augen mal vom Computerbildschirm abzuwenden, aus dem Fenster in die trostlose, verschneite Landschaft schaut, dann wünscht man sich, man wäre weit weg. Irgendwo, wo die Sonne scheint, es schön warm ist und man einfach mal seine Ruhe hat. Aber wo hat man das schon?
In solchen Situationen wäre ich gern auf einer einsamen Insel in der Südsee.
Allein? Hm. Jain. Ich würde gern mal einen ganzen Monat abseits jeder Zivilisation verbringen. Ganz allein auf mich gestellt. Ähnlich wie einst Robinson Crusoe. Ob das meine Frau mitmachen würde, weiß ich nicht. Wenn doch, würde es mich natürlich freuen.
Tja, was würde man(n) auf so eine Insel mitnehmen? Hier spiele ich in meinem Kopf immer unterschiedliche Szenarien durch, die alle auch verschiedene Schwierigkeitsgrade haben.

Szenario 1: gestranded ohne "Treibgut"
Bei diesem Szenario habe ich nichts mit, außer dem, was ich auf dem Leib habe. Nichts sonst. Das wird schwierig werden, so ganz ohne grundlegendes Werkzeug. In welcher Reihenfolge sollte man denn hier vorgehen? Erst Wasser- und Nahrungsbeschaffung, dann Unterkunft bauen, oder umgekehrt? Wie stelle ich mir grundlegende Werkzeuge her? Was kann ich essen/trinken? Wie mache ich Feuer?

Szenario 2: ausgesetzt oder gestranded mit "Treibgut"
Hier kann ich davon ausgehen, wenigstes ein paar Kleinigkeiten zum Überleben zu bekommen oder zu finden. Also ein Messer sollte wenigstens drin sein. Ein Gasfeuerzeug oder irgendwas Anderes zum Feuer machen wäre auch nicht schlecht. Vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten, um zumindest das grundlegende Überleben zu sichern. Paar leere Plastikkanister, eine wetterfeste Plane... Das würde alles schon extrem erleichtern.

Szenario 3: Aussteiger
Hierbei kann ich alles mitnehmen, was ich will. Begrenzt ist das Ganze nur durch die Größe. Sagen wir mal, es muss alles in eine wasserdichte Kiste mit 1 m³ Volumen passen. Wer sich schon einmal damit beschäftigt hat, wird feststellen, daß es gar nicht so einfach ist, festzulegen, was man mitnimmt. Hier meine Packliste:
  • Yaesu FT-817ND (QRP-KW/UKW-Funkgerät) mit den passenden Akkus, Antenne und Kabel
  • Solarzelle zum Laden der Akkus
  • LED-Taschenlampe mit Dynamo
  • Taschenmesser (Modell MacGyver, mit Schere, Säge etc.)
  • Feuerzeug
  • Wetterfeste Plane und/oder Zelt
  • Schlafsack
  • Strick (dünne Wäscheleine oder Maurerschnur)
  • Plastikfolie, mehrere leere, faltbare Plastikkanister, Plastikschlauch
  • Klamotten zum Wechseln. Zwei- oder dreimal reicht, man kann ja waschen...
  • Seife, Zahnpasta, Zahnbürste
  • Kopfschmerztabletten (wenn ich entspanne, kriege ich Migräne)
  • 1 Flasche Schnaps. Irgendwas Grauenvolles, Weißes, was ich nie trinken würde, was man aber gut zum desinfizieren nehmen kann.
  • paar gute Bücher (z.B. "DerHerr der Ringe")
  • ...
Die Liste könnte noch weiter gehen, denn die Kiste ist noch lange nicht voll. Was ich auf jeden Fall zu Hause lassen würde, ist der geliebte hochtechnische Zivilisationsmüll, wie Computer und/oder Handy. Auffällig ist vielleicht das Funkgerät und die Solarzelle. Nunja, das ist eigentlich zur Sicherheit, falls ich doch mal Hilfe brauche. Funkamateure erreicht man im Normalfall eigentlich immer irgendwo und die sind extrem hilfsbereit.

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